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Kuppelmalereien im Kloster Ettal in Bayern

Kuppelmalereien im Kloster Ettal in Bayern
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Kloster Ettal

Bis heute sind die Umstände der Gründung des Klosters Ettal, ein Barockkloster 10 km von Garmisch-Partenkirchen entfernt, nicht ausreichend geklärt. Die Gründungslegende besagt, dass Kaiser Ludwig IV. (Ludwig der Bayer) auf seiner Reise nach Rom auf halben Weg in Bedrängnis geriet und umkehren wollte. Da erscheint ihm ein Mönch, der ihm anbot, mit einem Gelöbnis seiner misslichen Lage entrinnen zu können. Der Kaiser gelobte daraufhin die Gründung eines Klosters an der ihm von dem Mönch bezeichneten Stelle, mitten in einem von Räubern beherrschten Wald. Die Lage des Klosters auf 900 m Höhe ließ zunächst wenig auf einen dauerhaften Bestand hoffen. Fest steht, dass der Bau am 28. April 1330 zunächst auf einem gotischen Grundriss und einem Marienbild aus Pisa als Grundstein errichtet wurde und nach dem Brand 1744, der mitten im Umbau ausbrach, eine barocke Umgestaltung erfuhr.

 

Die Orgel des Klosters Ettal in Bayern

Die Orgel des Klosters Ettal in Bayern
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Mit der Errichtung des Klosters wurde die bis dato eher abgelegene Gegend um Ettal an die damaligen Handelswege angebunden. Trotzdem blieb das Kloster die ersten vier Jahrhunderte praktisch bedeutungslos und wurde obendrein durch einen Überfall des Kurfürsten Moritz von Sachsen im Mai 1552 schwer beschädigt. Erst mit Abt Ottmar Goppelzrieder begann seine Blütezeit. Dieser Abt baute die Bergstraße von Oberau nach Ettal aus, gründete 1619 den Klostergasthof und errichtete die auch heute noch bestehende Brauerei. Von dem 1632 erfolgten Schwedeneinfall erholte sich das Kloster relativ rasch. Durch die Einrichtung einer Wallfahrt zog das Kloster nicht nur viele Gläubige an, sondern auch die Aufmerksamkeit des Kurfürsten Maximilian I. und seiner Gattin Maria Anna. Seit dieser Zeit gehört Ettal wie die anderen vier großen Klöster Bayerns zu den bevorzugten Klöstern des Münchner Hofes. Mit der Säkularisierung wurde 1803 das Kloster aufgehoben, die Gebäude gingen in den Besitz des Königreichs Bayern über. Erst im Jahr 1900, nach dem Verkauf an das Benediktinerkloster Scheyern, zogen wieder Mönche ein. Nach den Prinzipien der 1710 gegründeten, jedoch längst aufgelösten Ritterakademie, errichteten die Benediktiner das bis heute bestehende humanistische und neusprachliche Gymnasium mit Internat. Heute betreibt das Kloster neben dem Gymnasium und der Brauerei auch eine Buchhandlung, einen Kunstverlag, ein Hotel und diverse Kleinbetriebe und ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Umgebung. Auch für Kloster Ettal gilt der Spruch von Montecassino, dem Stammkloster aller Benediktiner, "succisa virescit" ("Abgehauen grünt er neu"). Mehr Informationen gibt es auf Linkpfeil www.abtei-ettal.de
(Dorina Schlupper)